Unsere Verstorbenen

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Am 1. November um 13.30 Uhr gedenken wir unserer Verstorbenen und aller,die auf unserem Friedhof die letzte Ruhe gefunden haben.

Robert Neuhaus
Felix Ruffieux
Pierre-Joseph Vottero
Marie Ruffieux-Brügger
Angèle Mooser-Marthe
Georges Mooser
Xaver Ruffieux

Der Tod ist ein Grenzstein des Lebens, aber nicht der Liebe!

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In die ewige Heimat eingegangen sind:

+ XAVER RUFFIEUX

Xaver erblickte am 1. Mai 1946 das Licht der Welt. Mit seinen Eltern Helen und Viktor Ruffieux und seinen 4 Geschwistern Trudy, Heinrich, Michel und Annemarie verbrachte er eine arbeitsreiche aber trotzdem schöne Kindheit.

Schon früh musste Xaver Verantwortung übernehmen. Unermüdlich, ausdauernd, pflichtbewusst und konsequent führte er schon damals seine Arbeiten aus.

Seiner Mutter Helen war die Ausbildung ein grosses Anliegen und so besuchte er das Lehrerseminar in Freiburg.

1972 haben er und Astrid den Bund der Ehe geschlossen und mit der Geburt von Pascal und Béatrice war das Familienglück perfekt. Stolz war er auf seine drei Grosskinder Sven, Michelle und Joël. Mit der Familie verbrachte er viel Zeit in der Natur, unternahm gerne Ausflüge und genoss seit seiner Pension die gemeinsame Zeit mit Astrid noch viel intensiver.

Xaver war stets eine sehr engagierte Person. Dem Lehrerberuf blieb er während 41 Jahren treu und erfreute sich jeweils an der regelmässigen Zusammenkunft mit seinen Lehrerkollegen.

Während dem Seminar erlernte er auch das Klavier- und Orgelspiel. Seine Musik begleitete während 46 Jahren die Gottesdienste in der Pfarrkirche Plasselb.

40 Jahre dirigierte Xaver den Gemischten Chor von Plasselb und leitete auch den Männerchor. Für seinen langjährigen Einsatz erhielt er die Bene Merenti Medaille und wurde zum Ehrendirigent gewählt.

Während 9 Jahren war er Pfarreipräsident und auch in der Musikgesellschaft war er lange Jahre aktiv und wurde zum kantonalen Veteran geehrt.

Nebenamtlich leitete Xaver zudem auch einige Jahre die Raiffeisenkasse in Plasselb.

Am 11. Juli erhielt Xaver die Diagnose Bauchspeicheldrüsen-Krebs. Mutig und dankbar für das Erlebte hat Xaver diesen letzten schweren Weg in Angriff genommen und sich – ohne zu klagen – dieser Tatsache gestellt. Am Freitagmorgen, den 4. August wurde er dann von seinem Leiden erlöst und er durfte zu Hause friedlich einschlafen.

Die Trauerfamilie

August 2017
+ Schwester Margaritha Xaveria Kessler, Ingenbohl, früher Plasselb

Am 27. Juni 2017 um 10.35 Uhr durfte unsere Schwester Margaritha Xaveria Kessler in das verheissene ewige Leben eingehen. Sie starb im Schwesternheim St. Josef in Ingenbohl im 99. Jahr ihres Lebens und im 70. Jahr ihrer Profess.

Schwester M. Xaveria, mit Taufnamen Margaritha, wurde am 25. März 1919 in Chur GR geboren. Sie wuchs in der Stadt auf und erlebte zusammen mit sieben Geschwistern eine frohe Kindheit und Jugendzeit. Sowohl in der Schule wie im Elternhaus hatte die religiöse Erziehung einen hohen Stellenwert. Damit wurde ein gutes Fundament für das spätere Ordensleben gelegt. Nach der Schulentlassung arbeitete Margaritha in einer Fabrik. Daneben besuchte sie verschiedene Weiterbildungskurse. 1940 trat sie in unsere Gemeinschaft ein und absolvierte als Kandidatin das Lehrerinnenseminar. Bei der Einkleidung erhielt sie den Namen Schwester M. Xaveria. Nach der Erstprofess im August 1947 arbeitete Schwester M. Xaveria als Primarlehrerin in Engelberg, Brunnen, Plaffeien und Plasselb. Am letzten Wirkungsort verbrachte sie 36 Jahre, zuerst im Schuldienst, später in der Pfarreiarbeit und in der Besorgung des Haushaltes.

Im Alter von 91 Jahren nahm Schwester M. Xaveria von Plasselb Abschied, was ihr schwerfiel. Sie liebte Dorf und Menschen und war selber bei den Dorfbewohnern bekannt und beliebt. Doch in der Gemeinschaft St. Anna im Mutterhaus und später im Schwesternheim St. Josef lebte sie sich nach und nach gut ein. Mit ihren Verwandten verband sie ein schönes Verhältnis und freute sich über gelegentliche Besuche. In der letzten Zeit nahmen die Kräfte von Schwester M. Xaveria ab, was beim hohen Alter unserer lieben Mitschwester begreiflich ist. Wir haben Schwester M. Xaveria als liebe Mitschwester in Erinnerung und werden sie vermissen. Aber wir freuen uns, dass sie nun bei Gott ewige Freude und Geborgenheit erfahren darf.

Schwester Marie-Marthe Schönenberger, Provinzoberin

 
+ Angele Mooser, Plasselb

Angele wurde am 4. Mai 1923 in Le Mouret geboren als Tochter von Marie und Georges Marthe-Esseiva. Zur Familie zählten elf Halbgeschwister und sechs Geschwister. In der armen Grossfamilie verbrachte Angele eine harte, aber glückliche Kindheit. Die Schule besuchte sie in Praroman.

1941 heiratete sie Peter Mooser, Bauer und Gemeindearbeiter aus Jaun. Das junge Paar nahm in Jaun Wohnsitz, wo bald eine Tochter und vier Söhne die Stube bevölkerte und eifrig deutsch und französisch parlierten. Während Vater Peter verschiedensten Arbeiten nachgehen musste, um etwas Geld zu verdienen, war Mutter Angele ganz für die Kinder da, war offen für ihre Anliegen und glättete Ungereimtes. Früh brachte sie den Kindern das Jassen bei und strickte ihnen für den Winter Socken und Pullover. Im Mai 1965 nahm die Familie den Bauernhof Gauheit in Plaffeien in Pacht, wo die jüngeren Söhne Hand anlegen konnten.

Als Peter 1974 pensioniert wurde, zügelten die Beiden zur Tochter in Plasselb, besuchten den Sonntagsgottesdienst aber meistens in Bürglen. Wenn Peter nicht bei Bauern aushalf, gingen sie im Sommer gerne nach Crésuz in die Ferien in eine Wohnung ihres Sohnes. Viel Freude bereiteten ihr die zehn Grosskinder und dann auch die Urgrosskinder, besonders in der Zeit, als 1995 ihr Mann starb. Noch neunzehn Jahre konnte Angele dank ihrer Tochter allein in ihrer Wohnung verbringen. Doch vor drei Jahren musste die 91 Jährige ins Pflegeheim Ärgera umziehen, wo ihr liebevolle Aufnahme und Pflege geboten wurde. Hier ist Angele Mooser am Mittwoch vor dem Herrgottstag, am 14. Juni 17, im Beisein der Familie friedlich eingeschlafen.

Die Familie und NK

+ Georges Robert Mooser, Paraguay – Plasselb

Georges wurde am 25. Juni 1942 in Oberried geboren als Sohn von Angèle und Peter Mooser-Marthe. Mit vier jüngeren Geschwistern wuchs er auf. Die Primarschule besuchte er in Jaun, die Sekundarschule in Plaffeien. Eine kaufmännische Lehre machte er in der Firma SARINA in Freiburg, und eine Weiterbildung folgte in der USEGO in Olten. Dann verreiste er für ein Jahr nach England, um in einer Schule seine Sprachkenntnisse zu vervollständigen. Zurück in die Schweiz arbeitete er als Chefbuchhalter bei der Firma Manora in Genf. Nach ein paar Jahren machte er sich selbständig und eröffnete ein Treuhandbüro in Genf und Singapur. Seine Arbeit bedeutete ihm sehr viel. Ausgleich und Erholung fand er in seinem Chalet in Crésuz, von wo aus er auch gute Kontakte zu seinen Schulfreunden in Jaun pflegen konnte.

Seine Leidenschaft war die Natur: Langlaufen im Winter, im Sommer Bergwandern und Bergsteigen, sogar auf Viertausender, liessen ihn zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Auch benutzte er die Ferien während zehn Jahren, um mit dem Esel «Marco» den Käse von der Alp „Les Mortheys“ am Fuss des Vanil-Noir in den Käsekeller nach Charmey zu transportieren.

Im Jahre 1985 machte er die Bekanntschaft seiner langjährigen Lebensgefährtin Annie, die ihm in all dem zur Seite stand. Nach der Pensionierung erfüllten sie sich ihren Lebenstraum und kauften eine Farm in Paraguay, die Estancia Facundo. Zusammen arbeiteten sie in ihrer neuen Heimat in der Viehzucht, kamen aber regelmässig in die Schweiz, um Familie und Freunde zu besuchen. Georges war ein Familienmensch. Er war ein warmherziger, lieber und grosszügiger Bruder und Partner.

Am 14. Juni flog er in die Schweiz, um an der Beerdigung seiner Mutter teilzunehmen. 15 Tage nach dem Tod seiner Mutter erlitt Georges am 29. Juni eine schwere Hirnblutung, einen Tag später starb er im Inselspital Bern im Beisein seines langjährigen Freundes Francis und seiner Familie. Für uns alle unfassbar.

Seine Familie  

 

Zum Abschiid

So plötzlich würd dys Plätzli leer
Dys Härz hett uufghört schlaa
hiim zùm Härgott giit Dy Riis
wier müesse Di la gaa.
Dys Liecht würd üüs o wytterhin
begleite ùfùm Wääg
ù Dyni Liebi gspüre mer
ganz tüüf i üsne Härz.
Wier glùube, hoffe ù vertrue
dass wier nis ùmi gsee
we üüs de Lääbesgiischt verlaat
wier säuber Abschiid nää.

R. Zumwald